Baden-Württembergischer Filmpreis (Kategorie Bester Dokumentarfilm)
Im Rahmen der Filmschau Baden-Württemberg vergibt das Haus des Dokumentarfilms seit 2010 die Auszeichnung für den besten Dokumentarfilm. Der Preis wird vom Haus des Dokumentarfilms gestiftet und ist mit 1.000 € dotiert.
Die Filmschau Baden-Württemberg wurde 1994 auf Initiative des Bundeslandes ins Leben gerufen und wird vom Filmbüro Baden-Württemberg ausgerichtet. Sie fand erstmals 1995 als eigenständige Veranstaltung statt. Ihr Ziel ist es, Filmschaffenden, die einen Bezug zu Baden-Württemberg haben, eine Plattform zu bieten.
Preisträger 2025: Erec Bremer und Benjamin Rost für „Born to Fake"
„Erec Brehmer und Benjamin Rost gelingt mit ihrem Porträt nicht nur die einzigartige
Aufarbeitung eines beinahe in Vergessenheit geratenen Medienskandals. Ihr Dokumentarfilm gewährt einen ungewöhnlichen Blick auf ein Mediensystem der 1990er Jahre, das zum Teil stark auf Sensationen ausgerichtet war: 1996 fälschte der Fernsehjournalist Michael Born dutzende Beiträge für das Privatfernsehen und erschütterte damit Deutschland.
Witzig und unterhaltsam begibt sich ‚Born to Fake‘ auf Spurensuche und erzählt nicht nur die Geschichte eines Medienskandals, sondern schlägt provokant einen Bogen zur Gegenwart – zu Fake News und künstlicher Intelligenz. Mit bislang unveröffentlichtem Archiv- und Rohmaterial leistet ‚Born to Fake‘ einen bedeutenden Beitrag zur aktuell pressierenden gesellschaftlichen Debatte“, so die Jurybegründung.
Frühere Preisträger:innen des Baden-Württembergischen Filmpreises (Kategorie Bester Dokumentarfilm)
- „Das leere Grab“ von Agnes Lisa Wegner und Cece Mlay (2024)
- „Rock Chicks – I am not female to you“ von Marita Stocker (2023)
- „Auf der Spur des Geldes“ von Susanne Binninger und Britt Beyer (2022)
- „Mein fremdes Land“ von Johannes Preuss und Marius Brüning (2021)
- „Sommerkrieg“ von Moritz Schulz (2020)
- „Cunningham“ von Alla Kovgan (2019)
- „Stammtisch“ von Constantin Hatz (2018)
- „Ohne diese Welt“ von Nora Fingscheidt (2017)
- „Valentina“ von Maximilian Feldmann (2016)
- „Above and Below“ von Nicolas Steiner (2015)
- „Majubs Reise“ von Eva Knopf (2014)
- „Die Verführungskünstler“ von Johanna Bentz (2013)
- „Not In My Backyard“ von Matthias Bittner (2012)
- „Adopted“ von Rouven Rech und Gudrun F. Widlok (2011)
- „Alle meine Väter“ von Jan Raiber (2010)