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Das Bild der Zukunft in Dokumentarfilm und Fernsehen

Filmische Zukunftsprognosen von früher und heute: Tagung des HAUS DES DOKUMENTARFILMS am 19. und 20. November 2009 in Stuttgart

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Wären die Visionen des amerikanischen Schriftstellers H. G. Wells einst real geworden, dann hätte der Zweite Weltkrieg 26 Jahre gedauert und die Zivilisation nach der Katastrophe hätte sich in einer weltweiten Diktatur und im Kampf gegen eine seltsame Seuche wiedergefunden. Der Film „Things To Come“ im Jahre 1936 aber elektrisierte die Zuschauer und viele hielten die fiktive Handlung wie auch den in einem anderen H.G.Wells-Film beschriebenen „Krieg der Welten“ gegen Marswesen für durchaus vorstellbar. Tatsächlich schien die Realität die Ideen des Autors zu bestätigen, als nur drei Jahre später der Weltkrieg ausbrach. Doch wie auch die Zeitmaschine, die Wells sich ebenfalls ausgedacht hatte, blieb die Filmprognose aus „Was werden wird“ fürs erste Science Fiction.

Solche utopische Gegenentwürfe und Zivilisationsprognosen gehören schon lange zu den literarischen und filmischen Versuchen des Menschen, einen Blick in die eigene Zukunft zu werfen. Seit der Erfindung des Films sind Bilder der Zukunft zu einem wichtigen und zugleich populären Subgenre geworden. Meist werden diese visionären Stoffe in Form von erfundenen Zukunftsfilmen präsentiert, oft aber auch als wissenschaftlich fundierte Projektion. Mit diesen dokumentarischen Ausblicken beschäftigt sich die Medientagung „Voll daneben?! - Das Bild der Zukunft in Dokumentarfilm und Fernsehen“.

Der Fokus dieses Treffens, das sich an Filmschaffende- und interessierte, an Pädagogen und Wissenschaftler wendet, liegt auf den Zukunftsprognosen in Dokumentarfilmen und Fernsehserien. Diese haben in den letzten Jahren den TV-Anstalten große Erfolge beschert. Doch wie real sind die Prognosen wirklich, wie sie in Filmen wie „Im Greisenland – Von der deutschen Zukunft“ oder „Crash 2030 – Konsequenzen der Erderwärmung“ abgegeben wurden?

Zu der Entstehungsgeschichte der zwei erfolgreichen TV-Dokumentationen „2030 Aufstand der Alten“ und „2057 Unser Leben in der Zukunft“ werden in Stuttgart Autoren und Redakteure berichten. Gemeinsam mit Zukunftsforschern und Journalisten stellen sie sich kritisch der Frage, ob man überhaupt realistische Filme über die Zukunft machen kann? Als Gäste sind unter anderem der Journalist Fritz Wolf, die Filmautorin Lilly Engel und Mitarbeiter der beiden ZDF-Serien angekündigt.

Zukunft ist nicht nur morgen, sie fand auch gestern schon statt. Deshalb wirft die Tagung „Voll daneben“ auch einen Blick zurück auf die Utopien, die von der Realität ein- und überholt wurden. Im Jahre 1988 versprach eine deutsche TV-Dokumentation eine überaus „Fröhliche Zukunft“. Das Zukunftsbild des DDR-Fernsehens war da schon beinahe Geschichte - und somit Stoff für die Historiker. Durch diese aus heutiger Sicht auch humorvollen Bildvisionen führen die Filmwissenschaftler Kay Hoffmann (Stuttgart) und Rüdiger Steinmetz (Leipzig). Der Wissenschaftler und Buchautor Karlheinz Steinmüller wird die Möglichkeiten und Grenzen der Zukunftsforschung aufzeigen.

Die vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS organisierte Tagung „Voll daneben?!“ findet am 19. und 20. November 2009 in Stuttgart statt (Treffpunkt Rotebühlplatz). Weitere Informationen zum Programm und die Anmeldung sind unter http://www.hdf.de abrufbar. Bis zum 12. November könnten Tagungskarten mit Preisnachlass bestellt werden.
Die Tagungsgebühr beträgt 50 € (ermäßigt 30€) an der Tagungskasse. Im Vorverkauf werden bis 12. November vergünstigte Teilnahmekarten angeboten.


Anmeldung zur Tagung "Voll daneben?!"

Ich melde mich hiermit verbindlich an für die Tagung "Voll daneben?! - das Bild der Zukunft im Dokumentarfilm und Fernsehen" am 19.-20.11.2009 Treffpunkt Rotebühlplatz, Rothebühlplatz 28, 70173 Stuttgart, Theodor-Bäuerle-Saal, Info-Tel.: 0711 / 1873804.

Die Teilnahmegebühr beträgt im Vorverkauf bis 12. November 2009:
EUR 40 regulär (sonst EUR 50)
EUR 24 ermäßigt für Studenten, Rentner (sonst EUR 30)
EUR 24 ermäßigt für Pädagoginnen und Pädagogen

(Die Buchung wird erst gültig durch rechtzeitige Überweisung der Teilnahmegebühr.)

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Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Ludwig (0711 / 99 78 08-11).