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Zwischen Realismus und Poesie
Dokumentarfilm in Polen

Broschüre mit fünf Aufsätzen von Margarete Wach,
eine Bibliographie zum polnischen Film
und eine Zeittafel zur polnischen Geschichte,
herausgegeben vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS, 48 S.

Dokumentation der fünfteiligen Filmretrospektive veranstaltet vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS im Rahmen der baden-württembergisch/polnischen Kulturbegegnungen im Frühjahr 1998 in Stuttgart, Ulm, Freiburg, Weingarten, Mannheim und Karlsruhe, gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Der polnische Film, besonders der Dokumentarfilm, war schon immer ein empfindlicher Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen im Land, zuweilen sogar deren Motor.

Die Filme der unmittelbaren Nachkriegszeit mit ihrem Aufbauoptimismus werden von den Filmen der "Schwarzen Serie" abgelöst, die im Kreis um Jerzy Bossak entstanden und seit Mitte der fünziger Jahre Mißstände und Fehlentwicklungen in Staat und Gesellschaft aufgriffen. Gleichzeitig erzählten lakonische Filme fast poetisch von Einzelmenschen in alltäglichen Situationen.

Diese Werke lieferten einen Gegenentwurf zu obrigkeitlich verordneten thematischen und ästhetischen Normen, sie boten eine Art subversiven Blick.

Nach dem Arbeiteraufstand von 1970 entstanden kritische Dokumentarfilme aus der Arbeitswelt, die auch in der von Solidarnosc geprägten Epoche ein Hauptthema des Dokumentarfilms blieb.

Seit 1989 haben der Zerfall des Studiosystems und die Einführung der Marktwirtschaft die Produktionsbedingungen radikal verändert. "Früher brauchte man eine Idee, heute nur eine Kamera".

Diese Befürchtung wird allerdings gegenstandslos angesichts der vielfach prämierten polnischen Dokumentarfilme der letzten Jahre.

"Am Ende der Welt" (Piotr Kielara 1996) ist Polen noch lange nicht.

Bezug zum Preis von 7,70 € (inklusiv Versandkosten) gegen Vorauskasse im

HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Mörikestraße 19
D-70178 Stuttgart
Tel.: 0711 / 99 78 08-0
Fax: 0711 / 99 78 08-20
E-Mail: hdf@hdf.de

 

Einige Beispiele aus der Broschüre:



Die Filmreihe wird von der Filmwissenschaftlerin Margarete Wach, Köln, präsentiert.

Anlässlich seines Besuchs in Baden-Württemberg berichtete Prof. Kazimierz Karabasz über sein mehr als vierzigjähriges Filmschaffen.


Kazimierz Karabasz Menschen unterwegs 1961


Kazimierz Karabasz
Menschen in der Einöde
, 1957


Jerzy Bossak Die Überschwemmung, 1947



Krzysztof Kieslowski Refrain, 1972


Jerzy Bossak Warschau '56, 1956


Krzysztof Kieslowski Das Krankenhaus, 1976



Krzysztof Kieslowski
Vom Standpunkt eines Nachtwächters
, 1977


Krzysztof Kieslowski
Sieben Frauen verschiedenen Alters
, 1978


Tomasz Zygadxo Die Grundschule, 1971



Der polnische Regisseur Marcel Lozinski gab im Gespräch mit M. Wach persönliche Einblicke in die Filmarbeit des Dokumentaristen.



Marcel Lozinski Die Mikrofonprobe, 1980


Marcel Lozinski Der König, 1974



Marcel Lozinski 89 mm von Europa, 1993



Marcel Lozinski Geburtsort, 1992

 

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