![]() |
Mörikestraße 19 Tel.: 0711 / 99 78 08-0 |
Broschüre |
Zwischen Realismus und Poesie Broschüre mit fünf Aufsätzen
von Margarete Wach, Dokumentation der fünfteiligen Filmretrospektive veranstaltet vom HAUS DES DOKUMENTARFILMS im Rahmen der baden-württembergisch/polnischen Kulturbegegnungen im Frühjahr 1998 in Stuttgart, Ulm, Freiburg, Weingarten, Mannheim und Karlsruhe, gefördert vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Der polnische Film, besonders der Dokumentarfilm, war schon immer ein empfindlicher Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen im Land, zuweilen sogar deren Motor. Die Filme der unmittelbaren Nachkriegszeit mit ihrem Aufbauoptimismus werden von den Filmen der "Schwarzen Serie" abgelöst, die im Kreis um Jerzy Bossak entstanden und seit Mitte der fünziger Jahre Mißstände und Fehlentwicklungen in Staat und Gesellschaft aufgriffen. Gleichzeitig erzählten lakonische Filme fast poetisch von Einzelmenschen in alltäglichen Situationen. Diese Werke lieferten einen Gegenentwurf zu obrigkeitlich verordneten thematischen und ästhetischen Normen, sie boten eine Art subversiven Blick. Nach dem Arbeiteraufstand von 1970 entstanden kritische Dokumentarfilme aus der Arbeitswelt, die auch in der von Solidarnosc geprägten Epoche ein Hauptthema des Dokumentarfilms blieb. Seit 1989 haben der Zerfall des Studiosystems und die Einführung der Marktwirtschaft die Produktionsbedingungen radikal verändert. "Früher brauchte man eine Idee, heute nur eine Kamera". Diese Befürchtung wird allerdings gegenstandslos angesichts der vielfach prämierten polnischen Dokumentarfilme der letzten Jahre. "Am Ende der Welt" (Piotr Kielara 1996) ist Polen noch lange nicht. Vergriffen, Bezug einer Kopie zum Preis von 8,08 € (inklusiv Versandkosten) gegen Vorauskasse im HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Einige Beispiele aus der Broschüre:
|